Cake Smash Torte für Annett Möller

Meine liebe Freundin Annett Möller rief mich vor einigen Tagen an und fragte, ob ich für den Geburtstag ihrer Tochter eine Cake smash- Torte backen könnte. 

Hm, klar. Hast Du Wünsche, wie die Torte aussehen soll?

„Es sollte eine zweistöckige Torte sein, aber nicht größer als das Kind. Gern auch aus Buttercreme, das matscht so schön. Und vielleicht ein wenig bunt, aber nicht zu bunt. Du machst das schon, sie soll einfach nur schön werden.“

Es ist ein sehr schönes Gefühl, wenn meine Freundin mir blind vertraut, und ich somit freie Hand habe.

Auf der anderen Seite ging mir der Hintern ganz schön auf Grundeis, da es nicht automatisch heißt, das das Werk dann auch gefällt, zumal es der 1. Geburtstag war, und dieser lebenslang im Gedächtnis bleibt.

Zumindest in dem der Eltern 😉 

Ich hatte schon eine Idee, und dennoch habe ich im Internet nach Inspirationen gesucht. Je mehr ich zum Thema gefunden habe, um so mehr war klar: Einhörner & Co.  passt so gar nicht zu dem kleinen Engel.

Cake Smash Torte für Annett Möller
Aber was passt dann?

Am beliebtesten scheint derzeit die #Einhorntorte zu sein. Doch zum zermatschen ist sie durch den vielen Fondant nicht geeignet.  Gefolgt von #rosecakes – normaler Rührteig, verziert mit Buttercreme im Kringel-Format.

Auf die Suche, fertig, los!

Hm, ja finde ich gut, so kommen wir der Idee schon näher. Nach einigem Stöbern folgte ich meiner erste Idee und backte eine 2 stöckige Torte im #dripcake-style und verzierte sie mit Marshmellows. 

Als Annett die Torte zur vereinbarten Uhrzeit abholen sollte, war ich mir kurz unsicher ob sie ihr gefallen würde. In meiner Nervosität habe ich schnell einen neuen Kuchen angesetzt und wäre somit, bei nicht Gefallen, auf der sicheren Seite. Man weiß ja nie 😉 

Einem Freund habe ich parallel ein Foto gesendet und gefragt, wie er die Torte findet. 

Cake Smash Torte für Annett Möller
Oh mein Gott!

Als Antwort kam: „schlecht. Willst Du wissen warum?“ 

Schock! „Ja bitte, sonst würde ich nicht fragen!“

„Die Torte steht am falschen Ort“. Somit war klar, meine Nervosität spielt gewaltig mit meinen Nerven. 

Sie ist da!

Freude strahlend, wie immer, quasseln wir gleich drauf los. Bevor ich ihr die Torte zeigte, hatte ich ihr die Option mit der zweiten Torte genannt. (Sie schaute mich an wie eines dieser Einhörner)

Der Moment der Wahrheit

Ich öffnete den Kühlschrank, zog die Torte heraus und drehte mich um. 

Da stand sie nun. Mit großen Augen, einem fetten Grinsen im Gesicht und meinte: 

„Wrobi, die ist super schön! Spinnst Du? Ich brauche keine andere Torte! Ist die super schön!“

Annett Möller

Mir ist so ein Stein vom Herzen gefallen! Klar hat mir die Torte gefallen, ich hätte sie auch selbst gegessen. Doch das heißt nicht, dass sie anderen auch gefällt.

Letztlich haben wir die Torte in den Wäschekorb gestellt. Annett witzelte bereits und postete fix bei Instagram (ich glaube man sah mir die Anspannung und Freude an 🙂 )

Aber noch viel wichtiger, die kleine Maus hat sich über die Torte ebenso gefreut!

In der Tat wurde die Torte mit den Händen zermatscht – wobei aus dem Hintergrund zu hören war: “ zum Zermatschen ist die viel zu schade!“

Aber nur ansehen ist doch auch langweilig 😉  

Hier ist das Rezept: 

Für den kleinen Kuchen (20 cm Ø)

  • 4 Eier Gr. M
  • 120 g Dinkelmehl
  • 20 g Speisestärke
  • 1/4 TL Backpulver
  • eine Pr. Salz
  • 50 g Zucker

Für den Schokoladenboden (28 cm Ø)

  • 400 g Dinkelmehl
  • 250 g Schokolade (geschmolzen)
  • 100 g Zucker
  • 250 g Pflanzenfett / Butter
  • 5 Eier Gr. M
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 150 ml Milch
  • Etwas Kakao für die Milch zum tränken des Schokoboden´s

Amerikanische Buttercreme mit Frischkäse (weiche) für die Füllung

  • 300 g Butter (zimmerwarm)
  • 500-600 g Puderzucker
  • 1/2 EL Vanillepaste
  • 200g Frischkäse

Swiss Meringue Buttercreme zum ummanteln der Torte und verzieren

  • 12 Eiweiß Gr. M
  • 500 g Zucker
  • 500 – 600 g Butter
  • 1 El Vanillepaste
  • etwas Speisefarbe

Als erstes wird der große Schokoladen-Kuchenboden gebacken. 

  1. Schokolade mit dem Pflanzenfett schmelzen.
  2. Eier mit dem Zucker schaumig schlagen.
  3. Dinkelmehl mit dem Bachpulver, Speisestärke und Salz sieben.
  4. Die geschmolzene Schokolade mit dem Mehl unter die Eicreme heben und etwas Milch hinzufügen. (Restliche Milch zum tränken des Bodens bei Seite stellen)
  5. Den Teig in eine mit Backpapier ausgekleidete Springform (26 cm Ø) füllen und bei 175 C für ca. 30-35 min backen.

Für den kleinen Boden

  1. Eier mit dem Zucker schaumigschlagen, bis s ich das Volumen verdoppelt hat und die Eicreme schön hell geworden ist. Das kann manchmal bis zu 4 min mit dem Handmixer dauern.
  2. Dinkelmehl, Speisestärke, Salz sieben und unter die Eicreme heben. Den Teig in eine mit Backpapier ausgekleidete Springform (18 cm Ø) füllen und bei 175 C° für ca. 20 min backen. 
  3. Beide Böden auskühlen lassen.

Amerikanische Buttercreme mit Frischkäse

Es war wirklich super warm, daher habe ich beim zubereiten der Buttercreme das heiße Wasser weggelassen. Es dient ohnehin nur zum anpassen der Konsistenz und macht die Buttercreme etwas geschmeidiger. Doch wenn es sowieso schon warm ist und die Butter fast von selbst zerläuft, kann das Wasser ruhig weggelassen werden. 

  1. Die Butter mit dem Puderzucker auf kleiner Stufe mit dem Handmixer verrühren, bis sich alles verbunden hat. Anschließend auf hoher Stufe alles aufschlagenden. Anschließend den Frischkäse mir dem Vanillearoma kurz unterrühren und fertig ist die Buttercreme.

Swiss Meringue Buttercreme

  1. Das Eiweiß wird mit dem Zucker über dem Wasserbad solange erhitzt, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Dabei wird das Eiweiß ständig gerührt und somit wird verhindert, dass das Eiweiß am Rand der Schüssel gerinnt. Wichtig! Das Eiweiß darf nicht mit dem heißen Wasser in Berührung kommen. Es sollte auch nicht heißer als auf 60 c° erhitzt werden, sonst gerinnt das Eiweiß. Wer kein Thermometer zur Hand hat, nutzt einfach seinen Finger. Ist die Masse so warm das ihr euren Finger locker eintauchen könnt, ist das Eiweiß noch nicht heiß genug. Könnt ihr euren Finger gerade noch kurz eintauchen, dann ist es heiß genug. Warum das Eiweiß erhitzen? Auf diese Weise wird es pasteurisiert. Das heißt, es wird haltbar gemacht und ganz neben bei werden mögliche Keime abgetötet.
  2. Ist der Zucker vollständig gelöst, wird das Eiweiß nun über dem kalten Wasserbad kalt gerührt und anschließend mit der Küchenmaschine so lange aufgeschlagen bis es eine schnittfeste Masse ist. 
  3. Nun wird dem Einschnee das zimmerwarme Fett mit der Vanillepast untergerührt, bis sich alles vermengt hat. 
  4. Fertig ist die Buttercreme, wenn sie leicht glänzt und knirscht. Das klingt dann wie ein Spaziergang im Winter durch den Schnee. Von der Konsistenz ist sie sehr fluffig und „leicht“. 

Das Zusammensetzten und Dekorieren der Torte

  • Nun werden die Kuchenböden je 2-Fach aufgeschnitten und jeweils mit der Amerikanischen Buttercreme gefüllt. Von aussen werden die Torten mit der Swiss Buttercreme eingedeckt. 
  • Vor dem weiterverarbeiten – Dekorieren- werden beide Torten in den Kühlschrank gestellt. So kann man die Torten später schön glatt streichen und erhält eine gute Basis für die Weiterverarbeitung.
  • Wer die Torte ebenso im Drip-Cake-Style machen möchte, benötigt nun Kakaobutterchips mit Erdbeergeschmack. Diese werden mit etwas Milch geschmolzen und mit Hilfe eines Spritzbeutels am Rand der unteren Torte zum herunterlaufen aufgespritzt. 
  • Eine Alternative zu den Chips kann auch Schokolade verwendet werden.
  • In die Mitte der großen Torte werden 4 dicke Strohhalme im gleichmäßigem Abstand zueinander gesteckt. Darauf wird die kleinere Torte platziert.
  • Anschließend nach Herzenslust die Torte mit der Buttercreme verzieren.
  • Wer mag kann diese mit Lebensmittelpasten einfärben und mit Spritztüllen kleine Wellen oder Röschen auf die Torte spritzen
  • Bis zum endgültigen zermatschen sollte die Torte im Kühlschrank aufbewahrt werden. Zumindest, wenn die Matschparty im Sommer stattfindet 😉 

Allergene

  •  Weizen
  •  Zucker
  •  Huhn
  •  Kuh

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